Für den Einkauf

Software vergeben wie ein Gewerk

Ein Leistungsgegenstand, der im Vertrag steht. Ein Preis, der vor der Beauftragung feststeht. Eine Abnahme mit Protokoll. Und eine Gewährleistung, die es beim Dienstvertrag gar nicht geben kann.

Für den Vergabebogen

  • 0 €

    Vorleistung – die Rechnung entsteht mit der Abnahme

  • 3

    veröffentlichte Preiskorridore, gleich für jeden Kunden

  • 12 Monate

    Gewährleistung, wie es sich für ein Gewerk gehört

Ausgangslage

Wenn das Ihre Lage ist

Drei Sätze, die in dieser Rolle niemandem erklärt werden müssen. Wenn einer davon sitzt, lohnt sich der Rest der Seite.

  • Drei Angebote, drei Tagessätze, drei Annahmen über die Zahl der Tage. Sie vergleichen Preise, die niemand zusagt.

  • „Agile Unterstützung“ steht als Leistungsgegenstand im Vertrag. Abnehmen lässt sich davon nichts – nachfordern auch nicht.

  • Im Streitfall stellt sich heraus: Gekauft waren Stunden. Und die Stunden waren erbracht.

Was sich ändert

Drei Eigenschaften, die ein Tagessatzangebot nicht bieten kann

Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern im Vertragstyp: Ein Dienstvertrag schuldet Bemühen, ein Werkvertrag schuldet ein Ergebnis. Drei Konsequenzen daraus – jede einzeln prüfbar.

  1. Vergleichbarkeit: Preis je Ergebnis, öffentlich

    Die Korridore stehen veröffentlicht – S 900 – 1.500 €, M 2.500 – 4.500 €, L 6.000 – 12.000 € – und gelten für jeden Kunden gleich. Kein Verhandlungsgeschick nötig, keine Rabattschlacht, jedes Sizing bleibt im Korridor. Ein Tagessatz sagt Ihnen, was ein Tag kostet; was das Ergebnis kostet, erfahren Sie dort erst hinterher.

  2. Zahlung folgt Leistung, nicht umgekehrt

    Beim Einzelticket entsteht die Rechnung erst mit der vollständigen, protokollierten Abnahme. Bis dahin: keine Forderung, keine Abschlagszahlung, keine Vorleistung. Zahlungsziel 14 Tage netto oder SEPA-Einzug, je Account hinterlegt.

  3. Gewährleistung mit Mechanik statt Kulanz

    Zwölf Monate je abgenommenem Ticket. Ein gemeldeter Mangel erzeugt automatisch ein kostenloses Nachbesserungsticket – ohne Verhandlung über Aufwände, ohne Debatte über die Beweislast. Maßstab sind die abgenommenen Kriterien. Bei einem Dienstvertrag existiert dieser Anspruch überhaupt nicht.

Der Satz zum Mitnehmen

Was Sie nicht beauftragen, kostet nichts. Was Sie nicht abnehmen, auch nicht.

Das ist die kürzeste Zusammenfassung eines Werkvertrags – und der ganze Unterschied zur Verlängerung von Dienstleistungsstunden.

Zum Nachschlagen

Der Steckbrief für den Vergabebogen

Vierzehn Antworten zum Mitnehmen ins nächste Lieferantengespräch – alle Beträge netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Vertragstyp
Werkvertrag je Ticket
Leistungsgegenstand
Die testbaren Akzeptanzkriterien des Tickets (S bis 3, M bis 8, L bis 15)
Preisbildung
Verbindlicher Festpreis, gesetzt beim Sizing innerhalb des veröffentlichten Korridors
Preiskorridore
S 900 – 1.500 €, M 2.500 – 4.500 €, L 6.000 – 12.000 €
Frist bis zum Preis
48 Stunden, ab der Treuestufe Frontrunner 24 Stunden
Abnahme
Formal je Akzeptanzkriterium; das Protokoll entsteht automatisch
Abnahmefrist
5 Kalendertage nach der Bereitschaftsmeldung; danach gilt die Lieferung als abgenommen. Die Frist steht in der Bereitschaftsmail und beim Ticket im Portal. Mängel bleiben über die Gewährleistung gedeckt.
Rechnungsstellung
Einzelticket mit der vollständigen Abnahme, Quartalspaket mit der Buchung
Zahlungsziel
14 Tage netto oder SEPA-Einzug, je Account hinterlegt
Gewährleistung
12 Monate je abgenommenem Ticket, Nachbesserung kostenlos
Rechte am Werk
Nutzungs- und Verwertungsrechte gehen mit vollständiger Abnahme und Zahlung über
Unterauftragnehmer
Nur mit Ihrer vorherigen Zustimmung
Vertraulichkeit
Vertraulichkeitsvereinbarung vor dem Assessment ist Standard
Datenhaltung
Portal, Ticketdaten und Belege in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main

Häufige Fragen

Was an dieser Stelle wirklich gefragt wird

Beim Festpreis entscheidet die Antwort auf den Streitfall – deshalb steht sie hier und nicht im Kleingedruckten.

Wie vergleiche ich das mit einem Tagessatzangebot?
Rechnen Sie das Tagessatzangebot auf das Ergebnis um: Was kostet dort das fertige, abgenommene Feature – inklusive der Tage, die keiner geschätzt hat? Ein M-Ticket kostet hier zwischen 2.500 € und 4.500 €, und die Zahl steht, bevor Sie unterschreiben.
Was ist, wenn nicht abgenommen wird?
Beim Einzelticket entsteht dann keine Rechnung – die vollständige Abnahme ist das auslösende Ereignis. Weist der Fachbereich ein Kriterium zurück, folgt eine kostenlose Nachbesserung, kein Nachtrag. Es gibt keinen Mechanismus, über den sich der Preis nachträglich erhöht.
Gibt es Mindestabnahmen oder Laufzeiten?
Nein. Ein einzelnes Ticket ist möglich, danach ist Schluss, wenn Sie wollen. Quartalspakete gibt es – als Preisentscheidung mit Kontingent-Vorteil, nicht als Voraussetzung.
Welche Nachweise bekommen wir zur Akte?
Je Ticket ein Abnahmeprotokoll mit dem Stand jedes Akzeptanzkriteriums und die E-Rechnung dazu. Beides entsteht automatisch mit der Abnahme und liegt dauerhaft im Portal – nichts davon muss angefordert werden.

Nächster Schritt

Holen Sie das Vergleichsangebot ein, das sich vergleichen lässt.

Nach dem Assessment liegt eine schriftliche Einschätzung mit Beispiel-Sizing im Korridor vor – ein Preis je Ergebnis statt je Tag, zum Nebeneinanderlegen.

48 h

bis zum verbindlichen Festpreis je Ticket

12 Monate

Gewährleistung auf jedes abgenommene Ticket

Für den Einkauf: Softwareentwicklung als Werkvertrag · Relay